Der Nagelpilz ist eine häufige, aber nicht schwere Erkrankung. Fürs Auge aber  ist der Nagelpilz keine Zier und die Behandlung ist langwierig, deshalb ist geraten, möglichst früh mit einer Behandlung zu beginnen, meint Dr. Severin Läuchli, Facharzt für Dermatologie und Venerologie. Meistens sind die Fussnägel  von den fürs Auge unschönen Verformungen, Verdickungen  und Verfärbungen des Nagels betroffen. Die Fingernägel werden eher selten infiziert.  Besonders anfällig sind Patienten mit Durchblutungsstörungen, vermehrtem Schwitzen, unterdrücktem Immunsystem oder bestehenden Nagelschädigungen.

Diagnose

Die Behandlung eines Nagelpilzes setzt eine Untersuchung des Nagels voraus, das heisst, der Pilz muss mikroskopisch nachgewiesen werden. Mit dem Nachweis eines Pilzinfektes können Verwechslungen ausgeschlossen werden, denn es gibt verschiedene Hautkrankheiten, wie die Schuppenflechte, die ähnliche Verfärbungen des Nagels hervorrufen. Bei allen Arten von Nagelpilz treten vor allem im fortgeschrittenen Stadium in der Regel folgende Krankheitsanzeichen gemeinsam auf: weisse oder gelbliche Verfärbungen am Nagelrand, weissliche, gelbe oder grau-braune Flecken im Nagel, Verdickungen der Nagelplatte, Zerbröselung oder Brüchigkeit des Nagels.

Behandlung

In der Regel ist eine lokale Therapie mit einem antimykotischen Nagellack ausreichend, wenn bei einem einzelnen Nagel weniger als 70 % der Nagelfläche betroffen sind. Die Behandlung mit einem Lack dauert rund 9-12 Monate. Bei ausgedehnterem Befall ist eine Behandlung mit Medikamenten angezeigt, diese kann bis zu sechs Monaten dauern.

Ansteckung vermeiden

Es lohnt sich, sich an den entsprechenden Risiko-Orten mit Schuhen zu wappnen sowie mögliche kontaminierte Kleidungsstücke zu meiden oder zu desinfizieren. Socken sollten bei der Wäsche immer mit 60 Grad gewaschen werden – damit werden die Pilzsporen abgetötet.