Die nichtübertragbaren Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen stellen heute weltweit die Haupttodesursache dar und machen einen Grossteil der Gesundheitskosten aus.

Mit einem gesunden Lebensstil liesse sich mehr als die Hälfte dieser Krankheiten vermeiden. So bleibt etwa der Blutdruck im grünen Bereich, wenn man auf das Gewicht achtet, nicht raucht und beim Alkohol Trinken Mass hält.

Ebenso wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst. Einer der wichtigsten und billigsten Blutdrucksenker ist regelmässige körperliche Bewegung.

«Bewegung ist das A und O der Prävention. Für das Herz-Kreislaufsystem stehen Ausdauersportarten wie Fahrrad fahren, Joggen oder Langlauf im Vordergrund. Wichtig ist aber ein ganzheitliches Bewegungsmuster inklusive des Trainings von Kraft und Beweglichkeit», betont der Präventivmediziner Felix Gutzwiller, Direktor des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich.

Regelmässig trinken

Um Herz- und Blutkreislauferkrankungen vorzubeugen, empfiehlt es sich, gerade im Sommer viel zu trinken, und zwar ungesüsstes Wasser. «Der Flüssigkeitsbedarf steigt bei Hitze und entsprechenden Anstrengungen.

Da sollte man mindestens einmal pro Stunde ein grosses Glas Wasser trinken», sagt Gutzwiller. Dass Rauchen schädlich ist, weiss jeder. Das Herz-Kreislaufsystem wird vor allem durch das Nikotin belastet, das die Gefässe verengt. Zudem entsteht bei der Verbrennung Kohlenmonoxid, welches an den roten Blutkörperchen abgelagert wird.

«Ein totaler Rauchstopp ist also die richtige Massnahme. Allerdings wirken die Teerpartikel auf die Lunge noch deutlich länger nach», erläutert der Präventivmediziner.

Auch Stress und permanente Fehlbelastungen können zur Blutdruckerhöhung und anderen Risiken führen. Es ist also wichtig, sich regelmässig zu entspannen. Belastungsspitzen etwa im Sport haben keine negativen Auswirkungen, wenn sie regelmässig kompensiert werden.

Eigene Termine vereinbaren

Stichwort Alkohol: Nach heutigen Kenntnissen sollte eine Frau nicht mehr als ein Glas, ein Mann nicht mehr als ein bis zwei Gläser Alkohol pro Tag trinken. «Auch dann sind ab und zu Pausen nötig, um sicherzustellen, dass sich keine Toleranz beziehungsweise Gewöhnung an den Alkohol entwickelt», betont Gutzwiller.

Die Antioxidantien (Gerbstoffe) im Alkohol werden manchmal auch gegen Herz-Kreislaufkrankheiten empfohlen. Im Traubensaft, so Gutzwiller, seien aber genauso viel Antioxidantien enthalten. Um gesund zu bleiben, sei es wichtig, dass man auf den eigenen Körper hört, sagt der Präventivmediziner.

«Eine ausgeglichene Ernährung und viel Bewegung verbessern das Befinden ganz eindeutig. Dazu braucht es aber Termine, die man mit sich selber vereinbart und die man genauso wichtig nimmt wie andere Termine.» Einen Grossteil der Präventionsmassnahmen kann man im Übrigen selber kontrollieren. Dazu gehören unter anderem das Gewicht, genügend Bewegung und keine Suchtmittel.

Einige einfache Parameter sollten dazu gelegentlich gemessen werden: Im Vordergrund stehen dabei der Blutdruck und die Blutfette.