Der Rücken ist beim Menschen ein ganz zentraler Körperteil. Als Rücken bezeichnet der Mediziner die Rückseite des Oberkörpers, genauer die Region, die an der Unterkante des Nackens beginnt und bis zum Gesäss reicht.

Der Rücken entspricht so eigentlich der Rückseite des Rumpfes. Die markanteste Struktur des Rückens bildet die Wirbelsäule. Sie verhilft uns zum aufrechten Gang und zur freien Bewegung.

Die einzelnen Wirbelkörper schützen das im sogenannten Spinalkanal verlaufende Rückenmark. Eine wichtige Funktion, denn das Rückenmark besteht aus vielen Nervenfasern, die sehr empfindlich auf Verletzungen reagieren.

Umso schlimmer, wenn diese Funktion eingeschränkt oder mit Schmerzen verbunden ist.

Verschiedene Arten von Rückenschmerz

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Volksleiden. Sie treten ganz unterschiedlich auf, oft sind sie harmlos, verschwinden wieder, aber auch mal akut und sehr intensiv.

Bei vielen ist es der Nacken, noch öfter jedoch zwickt es Herrn und Frau Schweizer im Kreuz. Rückenschmerzen können durchaus eine tiefere Ursache haben.

Deshalb lohnt es sich schon, etwas genauer hinzuschauen und auf den eigenen Körper zu hören.

80 Prozent der Schweizer haben mindestens ein Mal pro Jahr Rückenschmerzen. Kein Wunder ist dies auch einer der häufigsten Gründe, einen Arzt aufzusuchen.

Ob nun eine harmlose Verspannung oder ein schmerzhafter Bandscheibenvorfall: Die eigentliche Ursache für Rückenschmerzen ist meist eine schwache Rücken- und Bauchmuskulatur beziehungsweise mangelnde Bewegung, kombiniert mit einer falschen Körperhaltung.

Ursachenbezogene Behandlung

Eine Verspannung, ein leichtes Ziehen in der Rückenpartie muss nichts Schlimmes bedeuten. Oft ist es nach ein paar Tagen ausgestanden. Ärzte empfehlen grundsätzlich, immer in Bewegung zu bleiben und auf eine gute Körperhaltung zu achten.

Halten die Schmerzen jedoch über längere Zeit an, verstärken sie sich sogar und beeinträchtigen die Mobilität und den normalen Tagesablauf, gilt es zu handeln.

Aber wann muss ich sicher zum Arzt? Nach einem Unfall, bei Atemnot oder Schmerzen beim Atmen, Taubheit, Lähmungserscheinungen, starker Zunahme der Beschwerden, Krankheitsgefühl und einsetzendem Fieber ist ein Arztbesuch unbedingt angezeigt.

Der Arzt untersucht den Rücken äusserlich, kontrolliert die Körperhaltung, die einzelnen Wirbel und versucht, den Schmerz zu lokalisieren.

Mit einer Röntgenuntersuchung kann er mögliche Fehlstellungen der Knochen und der Bandscheiben erkennen. Sollten innere Organe die Ursache für den Schmerz sein, sind vertiefte Untersuchungen mit MRI (Magnetresonanztomografie)/CTR (Herz-Thorax-Quotient) notwendig.

Je nach Diagnose sind die Behandlungen des Arztes ganz unterschiedlich. In harmlosen Fällen werden auch hier eine wärmende, schmerzlindernde Salbe und genügend Bewegung verschrieben.

Wenn es dann doch etwas intensiver schmerzt, eignen sich Massagen, etwa mit einem Igelball. Auch Kälte oder Wärme kann den Schmerz an Ort und Stelle lindern.

Im Falle eines Hexenschusses oder einer vergleichbaren Indikation ist eine direkte Schmerzbehandlung durch den Fachmann notwendig.

Ein Bandscheibenvorfall erfordert eine längerfristige Behandlung, meist mit Unterstützung eines Physiotherapeuten. Auch operative Eingriffe am Rücken und an der Wirbelsäule können zur Behandlung eines permanenten Rückenleidens nötig werden. 

Rat der Mediziner: Generell den Rücken stärken

Es lohnt sich immer, den eigenen Rücken zu stärken. Mit einem starken Rücken bewegen wir uns richtig und vermeiden Haltungsschäden.

Wer den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzt, ist da besonders gefordert.

Mit einer Optimierung der ergonomischen Bedingungen am Arbeitsplatz ist schon viel an Prävention getan.

Die richtige Stellung beim Stehen, Sitzen oder Gehen, ja selbst im Schlaf, verhilft uns zu einer gesunden Körperhaltung.

Dazu dient als Unterstützung mässige sportliche Betätigung. Schwimmen, Wandern, Nordic Walking oder Turnen. Es dient dem Aufbau und Erhalt einer gesunden und gestärkten Rückenmuskulatur.