Tipps zür zahnästhetik

1
Zurückhaltung beim Zucker
Zucker ist ein Genussmittel und sollte deshalb auch entsprechend zurückhaltend konsumiert werden. Beim Kariesrisiko kommt es vor allem auf die Häufigkeit der Zuckereinnahme an. Wird in kurzen Abständen ständig Zucker konsumiert, reicht die neutralisierende Wirkung des Speichels nicht mehr aus, und ein Loch im Zahn entsteht. Machen Sie deshalb bewusste Nahrungs- und Trinkpausen. Wenn schon Zucker, dann lieber gleich nach den Hauptmahlzeiten. Anschliessend werden die Zähne geputzt!
 
2
Vorsicht bei Getränken
Getränke sind heute beinahe die grössten Zuckerlieferanten. Ein Glas Apfelsaft, Orangensaft, Cola oder Eistee enthält zwischen sechs und neun Würfelzucker. Aber auch zuckerfreie Getränke wie Cola light, Sprite Zero, Red Bull Sugarfree etc. können den Zähnen schaden, denn sie enthalten meist sehr viel Säure. Diese greift den Zahnschmelz an und verursacht Erosionen. Trinken Sie deshalb lieber Wasser oder ungesüssten Tee.
 
3
Die Alternative: Zahnfreundliche Süsswaren
Wenn Sie sich zwischen den Hauptmahlzeiten etwas Süs­ses gönnen möchten, entscheiden Sie sich für zahnfreundliche Süsswaren. Diese sind getestet und verursachen weder Karies noch Erosionen. Das «Zahnmännchen» auf der Verpackung zeigt Ihnen, welche Produkte garantiert unschädlich für die Zähne sind.
 
4
«Zuckerfrei» oder «ohne Zuckerzusatz» – was heisst das?
Als zuckerfrei angepriesene Produkte dürfen immer noch einen Zuckeranteil von 0,5 Prozent enthalten. Und «ohne Zuckerzusatz» bedeutet lediglich, dass kein Zucker zugesetzt wurde (meist ist damit Kristallzucker gemeint). Solche Produkte können aber Zutaten mit einem natürlichen Gehalt an Zucker (zum Beispiel Milch- oder Fruchtzucker) enthalten. Ein Blick auf die Nährwertkennzeichnung auf der Verpackung gibt Ihnen Aufschluss über den enthaltenen Zucker.
 
5
Eine gründliche Zahnreinigung gegen Karies
Karies entsteht durch Zahnbelag. Wird dieser täglich entfernt, sinkt das Kariesrisiko erheblich. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie zwei bis drei Mal täglich die Zähne gründlich putzen. Können die Zähne einmal nicht geputzt werden, verschafft ein zahnfreundlicher Kaugummi Abhilfe. Durch das Kauen fördern Sie die Speichelproduktion. So können kariesverursachende Säuren neutralisiert werden.
 

In der warmen und feuchten Mundhöhle leben Mikroorganismen wie Bakterien und Fadenpilze, deren Hauptnahrung aus Zucker und anderen Stoffen in Speiseresten besteht.

Ein Teil dieser Mikroorganismen bildet einen klebrig-zähen Belag auf den Zähnen: die so genannte Plaque. Plaque-Bakterien nehmen vor allem Zucker auf und vergären ihn innerhalb weniger Minuten zu Säuren. Diese Säuren dringen in den Zahnschmelz ein.

Mit der Zeit erscheint der Schmelz kreidig-weiss. Man spricht vom Kreidefleck, dem ersten Anzeichen von Zahnkaries. Beim Kreidefleck ist die Zahnoberfläche noch vorhanden. Bricht diese entkalkte, aufgeweichte Oberfläche ein, ist das «Loch», der Kariesschaden, entstanden.

Zahnfleischentzündung oder Gingivitis

Aus toten und lebenden Bakterien der Plaque werden Giftstoffe frei. Als Reaktion des Körpers wandern Abwehrzellen in das Gewebe ein, was dessen Durchlässigkeit zusätzlich erhöht. Giftstoffe der Bakterien können nun auch in das Bindegewebe des Zahnfleisches eindringen.

Das Zahnfleisch entzündet sich, ist gerötet und geschwollen. Diese Anzeichen beginnender Zahnfleischentzündung findet man schon bei Kindern und Jugendlichen. Schmerzen treten dabei selten auf. Wird der Zahnbelag einmal pro Tag gründlich entfernt, verschwinden Entzündung und Blutung nach wenigen Tagen.

Stehen jedoch grössere Mengen an Plaque jahrelang in ständiger Berührung mit den Saumzellen, so breitet sich die Entzündung in die Tiefe aus und befällt allmählich den Knochen und die Wurzelhaut: Die Gingivitis hat sich zur Parodontitis entwickelt.


Frühzeitige Erkennung


In Zahnfleischtaschen, die durch Parodontitis entstehen, findet sich eine gros­se Menge an Mikroorganismen. Sie greifen nicht nur die umliegenden Gewebe bis hin zum Kieferknochen an und führen damit zu Eiterabsonderung, sondern können nach neueren Forschungsresultaten sogar das Herzinfarktrisiko steigern.

Mit zunehmender Entzündungsintensität entsteht eine Zahnfleischtasche, und das knöcherne Zahnfach wird abgebaut. Dann werden die Zahnwurzeln sichtbar, die Zähne lockern sich und drohen schliesslich auszufallen. Die zahnärztliche Behandlung und eine gute Mitarbeit der Patienten bei der Mundhygiene können die Parodontitis zum Stillstand bringen.

Der abgebaute Knochen wird aber nicht wieder vollständig regeneriert. Deshalb ist – wie bei der Karies – die frühzeitige Erkennung und Behandlung äus­serst wichtig.


Stichwort Milchzähne


Bereits im fünften Schwangerschaftsmonat verkalken die Milchzähne des noch ungeborenen Kindes. Sechs bis acht Monate nach der Geburt brechen als erstes die unteren mittleren Schneidezähne durch. Beim 2- bis 3-jährigen Kind erscheinen die Milcheckzähne.

Das Kind hat jetzt seine volle Kaufähigkeit erreicht. Es sollte, mit Unterstützung der Eltern, so früh wie möglich mit der Zahnreinigung beginnen. Wenn die Milchzähne durchbrechen, wird die Kariesvorbeugung mit dem Spurenelement Fluorid wichtig.

Kleinkinder verschlucken oft Zahnpasta, besonders wenn sie nach Früchten schmeckt. Deshalb enthalten Zahnpasten für Kleinkinder mildere Aromen und weniger Wirkstoffe. Häufig wiederholtes Verschlucken fluoridhaltiger Zahnpasta kann zu Flecken auf dem Schmelz der bleibenden Zähne führen.

Ein vorzeitiger Milchzahnverlust infolge kariöser Zerstörung hat häufig Stellungsfehler der bleibenden Zähne zur Folge. Die dadurch notwendig werdenden Stellungskorrekturen sind entsprechend aufwändig. Jahre später bereiten oft die Weisheitszähne Probleme. In solchen Fällen wird der Zahnarzt die betroffenen Zähne entfernen.