Die Bedeutung von qualitativ guter Luft hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Durch die immer dichtere Bauweise gibt es keine natürliche Lüftung mehr. Wegen mangelnder Lüftung werden anfallende Schadstoffe wie beispielsweise Feinstaub und CO₂ sowie Feuchtigkeit, die beim Duschen und Kochen entsteht, nicht mehr ausreichend aus den Räumen wegbefördert.

Auch die Gesellschaft hat sich verändert: Viele Wohnungen bleiben den ganzen Tag unbewohnt und werden entsprechend schlecht oder gar nicht gelüftet. Die unangenehme Konsequenz ist Schimmelbildung und eine schlechte Raumluftqualität.

Gute Luft, die reich an ionisiertem Sauerstoff ist, steigert die Leistungsfähigkeit. «Das trägt zu einer erhöhten Konzentrationsfähigkeit und einer guten Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff bei», betont Eric Mathys, Geschäftsführer von CompetAir, dem Systemhaus für Raumluftkomfort. Von einer guten Luftqualität profitieren auch Allergiker dank weniger Blütenstaub in der Luft, einer Eliminierung von Feinstaub und der Verhinderung von Schimmelbildung.

In guter Luft fühle man sich weniger schnell müde, sagt Mathys. Und legt den Finger auf einen wunden Punkt. Gerade in Schulzimmern sei die
Luftqualität oft ungenügend: «Gute Leistungen und Konzentration sind dann nur unter erschwerten Bedingungen möglich.»

Je nach Jahreszeit

In bewohnten Räumen rät Mathys zu einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 Prozent. Im Sommer kann diese sogar etwas höher sein. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit wegen der Heizung eher tiefer. «Wenn der Wert zu tief sinkt, ist eine Befeuchtung sinnvoll», so Mathys.

Dazu gibt es viele Methoden wie Kaltbefeuchter, Warmbefeuchter, Pflanzen mit Hydrokultur oder Wasserspender. Im Sommer ist eine Entfeuchtung weniger zu empfehlen, zumal diese über die Klimaanlage energieintensiv ist.

Durch regelmässiges Lüften, Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und durch bewusste Verminderung von Schadstoffen etwa bei einem Laserdrucker kann jeder selber und bewusst einen Beitrag zu einer besseren Luftqualität leisten. Hilfreich sind auch Ionisatoren, welche die Ionkonzentration erheblich steigern.

Grundsätzlich gilt: Im Winter kann die trockene Luft allenfalls befeuchtet werden. Wegen der kalten Aussenluft wird erfahrungsgemäss weniger gelüftet. Mit der Konsequenz, dass die Luftqualität in den Räumen abnimmt und schlechter wird.

Deshalb muss auch im Winter auf regelmässiges und kurzes Lüften geachtet werden. Im Sommer stellen sich diese Probleme nicht. Dann werden die Fenster automatisch mehr
geöffnet.