Info

Der HC Davos ist mit 30 Meistertiteln schweizweit die sportlich erfolgreichste Mannschaft. 

Der Club hat das Schweizer Eishockey geprägt wie kein anderer. Vor über 90 Jahren gegründet, hat er schnell auf die internationale Vernetzung mit ausländischen Teams gesetzt.

Der erste Höhepunkt für den HC Davos war der Besuch der englischen Mannschaft Oxford University in den frühen 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Einheimischen verloren gleich 22:0 und erkannten, dass der Weg an die internationale Spitze noch weit und steinig sein wird.

Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Nicht zuletzt beim traditionsreichen Spengler Cup sammelte der HC Davos viel Erfahrung. So kam es, dass die Mannschaft regelmässig Serienmeister wurde. «Für seine Fans bedeutet der HC Davos Mythos und lebendige Legende zugleich», sagt Schrempf.

Die Spieler des HC Davos sind einmal mehr top und führen die Tabelle an. Dabei wissen sie aber auch um die Risiken und Belastungen, die durch den Spitzensport resultieren können.

«Durch Checks mit dem Gegner oder an der Bande kann es zu einer starken Belastung des Rückens kommen», erklärt Club-Masseur und HCD-«Gesundheitsminister» Klaus Schrempf.

Kommt es bei Zusammenstössen auf dem Spielfeld zu Stauchungen und Verletzungen, werden die ersten Abklärungen durch den Teamarzt getroffen. Je nach Fall kommt später Physiotherapie, Chiropraktik, Osteopathie oder eine andere Therapie in Frage.

Rumpfstabilität trainieren

Wie gefährdet aber sind die Eishockey-Cracks tatsächlich? Enorm wichtig für die ganze Mannschaft sei das Sommertraining, sagt Schrempf. «Hier arbeiten die Spieler darauf hin, dass es im Winter möglichst zu keinen Verletzungen kommt und sie körperlich fit sind.» In einem gezielten Aufbautraining werden insbesondere Kraft, Ausdauer und rasches Reaktionsvermögen trainiert.

«Spezielle Übungen dienen dabei der Rumpfstabilität. Das hält auch den Rücken fit», betont Schrempf. Schläge und Stösse auf die Wirbelsäule kommen in den verschiedenen Sportarten in unterschiedlichem Masse vor.

Während hohe Achsenbelastungen, wie zum Beispiel beim Gewichtheben, relativ gut toleriert werden, treten etwa im Eiskunstlaufen, aber auch beim Eishockey vor allem bei Stürzen teils unkontrollierte Krafteinwirkungen auf, die Schäden anrichten können.

Eine gesunde Wirbelsäule vermag in der Regel auch solche hohen Belastungen ohne Schaden aufzufangen, vorausgesetzt, es ist eine gute muskuläre Stabilisierung und eine freie Beweglichkeit vorhanden.

Die richtige Therapie

Sportarten mit raschen, abrupten Richtungswechseln wie im Eishockey bergen durch die grössere Belastung ein erhöhtes Risiko für Rückenbeschwerden. «Deshalb legen wir grössten Wert darauf, dass die Spieler frühzeitig auf eine ausgleichende Kräftigung der Rumpf-, Becken- und der Schultergürtelmuskulatur achten», betont Schrempf.

Spitzensportler sind gut trainiert und stecken in der Regel kleinere Verletzungen problemlos weg, vorausgesetzt, es wird die richtige Therapie angewendet. Selbst eine operierte Wirbelsäule kann durchaus sportlich wieder belastet werden, wenn die Belastung den operierten Bewegungssegmenten Rechnung trägt.