Was sind die Haupt-Beschwerden bei Ihnen in der Kinder Permanence?

Derzeit ist Hochsaison für Infekte der oberen Luftwege, die sich mit Symptomen wie Schnupfen, Ohrenschmerzen, aber auch Husten äussern.

Wann spricht man von Grippe, wann von einer starken Erkältung?

Der Begriff Grippe ist für die Influenza-Viren reserviert. Die starke Erkältung ist ein allgemeinerer Begriff und betrifft alle viralen Infekte der oberen Luftwege.

Was können Eltern unternehmen, damit die Kleinen fit durch den Winter kommen?

Ausreichendes Trinken, häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser sowie genügend Schlaf sind elementar

Die Stärkung des Immunsystems ist das Wichtigste. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst ist zentral.

Wahre Vitaminbomben stecken in vielen saisonal-regionalen Lebensmitteln. Vitaminpräparate sind bei Kindern im Regelfall nicht nötig.

Ausreichendes Trinken, häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser sowie genügend Schlaf sind elementar. Dazu viel Bewegung draussen an der frischen Luft: Nicht das kalte Wetter verursacht die Erkältungskrankheiten, sondern die Wärme in den Wohnungen. Die Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger für Krankheitserreger.

Wie sollten Eltern beim Auftreten von ersten Erkältungs- oder Grippesymptomen vorgehen?

Wichtig ist, dass das Kind weiterhin spielt und Flüssigkeit zu sich nehmen kann. Eine rein symptomatische Therapie (also Schmerzbehandlung sowie regelmässige Nasenpflege bei verstopfter Nase etc.) ist in der Regel ausreichend.

Fieber ist prinzipiell nicht gefährlich, sondern sogar nützlich für die Erregerbekämpfung. Nicht die Höhe des Fiebers, sondern die Frequenz der Fieberzacken pro 24h und die Dauer sind relevant. Bei einem einfachen Infekt rechnet man zwischen 3-4 Fieberzacken pro 24h und mit einer Fieberdauer von nicht länger als 5 Tagen.

Wann soll man den Kinderarzt aufsuchen?

Verhält sich das Kind trotz Fiebersenkung anders und ruhiger als sonst, sollten die Eltern ihren Kinderarzt aufsuchen. Sofern dieser – z.B. zu Randzeiten oder an Wochenenden  - selber nicht verfügbar ist, kann der Besuch in einer auf Kinder spezialisierten Permanence als Alternative zum Gang in die Notaufnahme des Kinder Spitals sinnvoll sein.

Unterscheiden sich die Behandlungsverfahren je nach Alter des Kindes?

Absolut: Je kleiner die Patienten, umso mehr ist die adäquate Flüssigkeitszufuhr ein Problem. Säuglinge sind gewöhnlich Nasenatmer und können bereits bei einem leichten Schnupfen austrocknen, weil sie wegen der verstopften Nase nicht genug Flüssigkeit zu sich nehmen können. Auch das Spektrum der bakteriellen Keime ändert im Verlauf des Alters.