Einige mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für unseren Organismus essenziell. Das heisst, dass unser Körper sie nicht selbst herstellen kann, und sie deshalb mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Zu den essenziellen Fettsäuren zählen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, wovon Omega-3- die wichtigste ist. Sie ist in fetten Fischsorten wie Lachs, Hering und Makrele sowie Muscheln und gewissen Algenarten, aber auch Leinsamen, Leinöl, Baumnüssen, Raps- und Sojaöl enthalten. Der Körper benötigt Omega-3 für Knochen, Herz und Gehirn. Es senkt den Blutfettspiegel und sorgt dafür, dass das Herz-Kreislaufsystem gut funktioniert.

Allgemein lassen sich durch den erhöhten Konsum von Omega-Fettsäuren Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindern oder vermeiden. Omega-3-Fett­säuren, speziell die Fettsäurearten Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), regeln wichtige Stoffwechselvorgänge.

EPA und DHA sind in hoher Konzentration im Fett von Kaltwasserfischen enthalten. Pflanzliche Lebensmittel enthalten hingegen Alpha-Linolensäure (ALA), die jedoch nur zu rund 10% in die wirksamen Fettsäuren EPA und DHA umgewandelt und vom Körper aufgenommen werden kann.

Omega-3 in der Schwangerschaft

EPA und DHA werden unter anderem in die Zellmembranen eingebaut und sind für deren Aufbau und Funktion notwendig. Auch Gehirn und Augen des Ungeborenen entwickeln sich dementsprechend optimal, wenn die werdende Mutter genügend EPA und DHA zu sich nimmt – beispielsweise in Form von fettreichen Fischmahlzeiten ein- bis zweimal pro Woche (120 bis 240 Gramm/Woche).

Allerdings können Fische Schadstoffe wie zum Beispiel Methylquecksilber enthalten, weshalb auch Nahrungsergänzungsmittel – etwa. Fischöl – immer gefragter sind. Diese sollten jedoch nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung, sondern als Ergänzung eingenommen werden.