Vermeidbare Risikofaktoren

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems gehören zu den häufigsten Todesursachen. Tatsächlich kann das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen aber deutlich reduziert werden.

Ein Exraucher hat zwei Jahre nach einem konsequenten Rauchstopp fast das gleiche Risiko für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen wie ein Nichtraucher

Die wichtigsten vermeidbaren Ursachen sind mangelnde Bewegung, eine ungesunde Ernährung und vor allem das Rauchen. Statistiken belegen, dass Rauchen ein bedeutender Risikofaktor für Herzinfarkt, Arterienverkalkung und Schlaganfall ist.

So erleiden Raucher häufiger einen Herzinfarkt als Nichtraucher und erholen sich oft schlechter davon. Auch geringer Konsum von Nikotin erhöht die Gefahr eines Herzinfarkts. Ebenso tritt eine koronare Herzkrankheit viel häufiger unter Rauchern auf.

Aufhören lohnt sich immer

Nikotin stimuliert das Herz schneller zu schlagen, erhöht den Sauerstoffbedarf des Herzens und wirkt verengend auf die Gefässe. Das Herz muss also gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen und damit eine erhöhte Leistung erbringen, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Ausserdem erleichtert Rauchen die Bildung von Blutgerinnseln und erhöht damit die Thrombosegefahr. Auch Passivrauchen schadet dem Herz-Kreislaufsystem und erhöht das Risiko für eine koronare Herzerkrankung um 25 bis 30 Prozent. Zudem nimmt das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden zu.

Positive Wirkung eines Rauchstopps

Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Fall und zeigt bereits nach kurzer Zeit positive Wirkung. Schon nach einer Woche wird der Blutdruck reduziert und das Risiko, an einem Herzinfarkt zu versterben, wird deutlich kleiner.

Ein Rauchstopp verringert in Abhängigkeit von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten das Schlaganfallrisiko beträchtlich: So können leichte Raucher ihr Risiko für einen Schlaganfall durch einen Rauchstopp auf das Niveau von Nie-Rauchern absenken, starke Raucher erreichen nach einem Rauchstopp immerhin das Schlaganfallrisiko eines leichten Rauchers.

Alles in allem reduziert ein Rauchstopp das Risiko deutlich, an den Folgen des Rauchens zu sterben. Insgesamt hat ein Exraucher zwei Jahre nach einem konsequenten Rauchstopp fast das gleiche Risiko für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen wie ein Nichtraucher.