Die Frühjahrssonne ist tückisch. Sie scheint zwar nicht so intensiv wie im Sommer, doch treffen ihre Strahlen auf eine blasse Haut, die gerade aus dem Winterschlaf erwacht.

Der sonnenentwöhnten Haut fehlt es an Pigmenten, was sie besonders anfällig für einen Sonnenbrand macht. Ein Spaziergang bei schönem Wetter kann schnell zur Gefahr werden.

Die Haut rötet sich unbemerkt an der noch relativ kühlen Frühjahrsluft. Schneller, als man denkt, hat man sich verbrannt. Deshalb gilt auch für den Frühling: Wer die Sonne unbeschwert geniessen möchte, muss sich im Vorfeld um den richtigen Sonnenschutz kümmern. 
 

Packungsbeilage studieren

Bei den vielen im Handel erhältlichen Sonnencremes gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Die Sonnenschutzprodukte unterscheiden sich hinsichtlich der Art des Schutzfilters, ihrer Schutzwirkung, der Anwendungsform (Cremes, Lotionen, Sprays, Gels) und ihrer schützenden Wirkstoffe.

Bei der Wahl des richtigen Sonnenpflegeproduktes sollte man daher immer einen genauen Blick auf die Packungsbeilage werfen, die wichtige Informationen über die gesamte Formulierung des jeweiligen Produkts enthält.
 

Lichtschutzfaktor

Der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor ist ein international einheitlicher Richtwert, der angibt, wie lange man sich eingecremt in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren.

Der maximal verträgliche Aufenthalt an der Sonne pro Tag hängt vom Hauttyp, von der Sonnenintensität und vom verwendeten Schutzfaktor ab. Ein durchschnittlich heller Hauttyp hat zum Beispiel an der normalen Sonne eine Eigenschutzzeit von etwa 20 Minuten.

Trägt man eine Sonnencreme mit Schutzfaktor 20 auf, verlängert sich die Schutzzeit auf etwa sechseinhalb Stunden. Davon gilt es, noch 30 Prozent der Zeit (Sicherheitsreduktion) abzuziehen.

Der Lichtschutzfaktor ist jedoch lediglich eine Kennzahl für die Schutzleistung gegenüber den sonnenbrandauslösenden UV-B-Strahlen. Produkte, die ebenfalls vor den schädigenden UV-A-Strahlen schützen, sind zusätzlich mit einem UV-A-Logo gekennzeichnet.
 

Unterschiedliche UV-Filter

Um das Spektrum der UV-Strahlen möglichst gut abzudecken, müssen mehrere Lichtschutzfilter kombiniert werden. Diese können chemischen oder physikalischen Ursprungs sein.

Rein chemische Filter in Sonnencremes sind nicht empfehlenswert, da sie von der Hornhaut absorbiert werden und bei einigen chemischen Filtersubstanzen wie EHMC oder Octocrylen der Verdacht besteht, dass sie das Hormonsystem beeinflussen oder Allergien auslösen.

Deshalb sollten sie auch keineswegs in Sonnenschutzprodukten für Babyhaut vorkommen. Physikalische Sonnenschutzprodukte hingegen bilden eine sichere Schutzschicht auf der Haut. Ihre mineralischen Filter reflektieren wie kleine Spiegel die Strahlung.

Der Nachteil ist ihr stark «weisselnder» Effekt, den man heutzutage durch sogenannte Nanopartikel minimiert. Die beste Schutzleistung scheint nach aktuellem Expertenstand die Kombination von ausgewählten chemischen und physikalischen Filtertypen zu bieten.
 

Empfindliche Haut

Sonnenschutzprodukte für sensible Haut mit hohen pharmazeutischen Standards verzichten heute vermehrt auf Parfum, Mineralöle, Emulgatoren, Konservierungsmittel und PEG/PPG-Verbindungen. Gerade Emulgatoren stehen kombiniert mit Mineralölen im Verdacht, Sonnenallergien auszulösen.

Neuerdings wird auch empfohlen, auf Silikone und Aluminium-Verbindungen zu verzichten. Ein neues zusätzliches Qualitätssiegel ist ein Infrarot-A-Schutz, der die Haut vor der sonnenbedingten Hautalterung schützt.