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Die «Aktion Zahnfreundlich» ist ein gemeinnütziger Verein, dem sich knapp 1000 zahnmedizinische Fachpersonen angeschlossen haben.

Händewaschen mag ja noch gehen. Aber Zähneputzen – wo doch eben erst ein oder zwei winzige Zähnchen das Licht der Welt erblickt haben? Hier sei spielerisches Vorgehen angesagt, zum Beispiel mit einem Fingerling oder einer für Kleinkinder geeigneten Zahnbürste, rät Claudia Uebelmann, Geschäftsführerin der «Aktion Zahnfreundlich».

Der Mundpflege-Fingerling eignet sich ideal zur Mundpflege und ist für die Kleinen eine sanfte Vorstufe zur Zahnbürste. Wie das Waschen der Hände ist eben auch das Zähneputzen eine Hygienemassnahme, die für den Erhalt der Gesundheit wichtig und deshalb unerlässlich ist. Obwohl die Milchzähne später durch die bleibenden Zähne ersetzt werden, ist es wichtig, dass sie gesund bleiben.

Gehen Milchzähne vorzeitig verloren, kann das später zu Zahnfehlstellungen im bleibenden Gebiss führen, weil die ersten Zähne eine Platzhalterfunktion ausüben. «Da auch schlechte Ernährungsgewohnheiten die Zahngesundheit schon bei Kleinkindern gefährden können, sollten Eltern auch dem Umgang mit Haushaltszucker (Kristallzucker), Rohrzucker, Traubenzucker, Fruchtzucker, und Milchzucker Beachtung schenken», sagt Claudia Uebelmann.

Bereits bei Kleinkindern

Für die Mund- und Zahnpflege ist es wichtig, die Zähne ab dem zweiten Geburtstag zweimal täglich – morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen – gründlich und jeweils mit einer «erbsengrossen» Menge fluoridierter Kinderzahnpasta (Fluoridgehalt 500 parts per million) zu putzen.

«Einen grossen Stellenwert bei der Mundgesundheit hat auch die Ernährung», betont Uebelmann. Nebst der zweimal täglichen Mundpflege sollten die Zähne auch nach jeder zuckerhaltigen Zwischenmahlzeit geputzt werden. Grundsätzlich gilt bei der Zahnprophylaxe: Um Probleme rasch zu erkennen und zu beheben, braucht es die regelmässige Kontrolle beim Zahnarzt oder der Dentalhygienikerin. Dann kann nichts schiefgehen.

Geeignete Kindertees

«Zwischen den Mahlzeiten sollte Zucker nach Möglichkeit vermieden werden», empfiehlt Uebelmann. Auch bei der Getränke-Wahl ist Vorsicht geboten. Am besten ist Wasser oder ungesüsster Tee. Instant-Tees mit dem «Zahnmännchen», welche mit Isomaltulose hergestellt wurden, gibt es im Schweizer Detailhandel.

«Wie alle Lebensmittel, die mit dem ‹Zahnmännchen› ausgezeichnet sind, wurden auch diese Tees in einem wissenschaftlichen Test auf ihre Zahnfreundlichkeit geprüft», betont die Geschäftsführerin der «Aktion Zahnfreundlich». Zucker oder Süsses zu verbieten sei weder sinnvoll noch nötig, sagt Uebelmann. Bei der Entstehung von Karies sei es entscheidend, über welchen Zeitraum der Zucker eingenommen wird und wie lange er im Mund bleibt.

Deshalb ist es ratsam, zuckerhaltige Speisen und Getränke durch zahnfreundliche Produkte zu ersetzen, die mit dem «Zahnmännchen» gekennzeichnet sind. Bereits bei Kleinkindern ist die Mundhygiene also wichtig.

Der erste Milchzahn bricht in der Regel mit etwa sechs Monaten durch. Das sei der richtige Zeitpunkt, um mit der Zahnpflege zu beginnen, sagt Uebelmann. «Kariöse Milchzähne müssen verhindert werden, weil sie sonst Schäden an den bleibenden Zähnen verursachen können.» Ein frühzeitiger Verlust von Milchzähnen kann zu Fehlstellungen im bleibenden Gebiss führen und auch die Sprachentwicklung beeinträchtigen.

«Damit es dem Kind auch Spass macht, die Zähne zu putzen, kann man ein lustiges Zahnputzlied vorsingen. Eine Zahnputzuhr oder ein spezieller Timer mit farbigen Lämpchen geben die Zahnputzzeit vor, lassen sie kürzer erscheinen und verlängern die Aufmerksamkeit des Kindes», empfiehlt Uebelmann.