Heiss, rot und extrem empfindlich – sonnenverbrannte Haut kann einem die Ferien so richtig vermiesen. Noch viel schlimmer aber:

Sonnenbrand steigert nicht nur das Risiko frühzeitiger Hautalterung, sondern auch das Hautkrebsrisiko. Deshalb sollte man seine Haut besser rechtzeitig schützen.


Haut ist nicht gleich Haut

UVA-Strahlen machen 95 Prozent der ultravioletten Strahlen aus, die an die Erdoberfläche gelangen. Anders als UVB-Strahlen verursachen sie keine schmerzhaften Symptome auf der Haut, dringen aber sehr tief in sie ein. Dadurch werden freie Radikale produziert, welche die Zellen langfristig verändern und zu Hautkrebs, zu frühzeitiger Hauterschlaffung oder Sonnenunverträglichkeit führen können.

 

Nur wer seine persönliche Sonnenempfindlichkeit richtig einschätzt und den korrekten Lichtschutzfaktor verwendet, kann seine Haut vor einer Verbrennung schützen. Ein Haut-Check beim Hausarzt kann hierbei äusserst hilfreich sein.

usserdem ist die Sonnenstrahlung nicht überall und jederzeit gleich. Die Strahlung kann beispielsweise an einem bewölkten Frühlingstag in der Schweiz genauso stark sein wie im Sommerurlaub am Strand. Sonnenschutz ist meist also auch bei einem Spaziergang, einer Radtour, der Gartenarbeit oder einer kleinen Pause auf dem Balkon Pflicht.

Um die Gefahr der Sonnenstrahlung besser einschätzen zu können, ist der UV-Index eine wichtige Orientierungshilfe. Generell gilt: Je höher der UV-Index, desto stärker und desto schädlicher ist die Sonnenstrahlung. Die aktuellen Werte finden sich auf der Website des Bundesamts für Gesundheit.

 

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Bei empfindlicher Haut empfiehlt sich meist Sonnenschutzfaktor 30 oder höher. Bei eher dunkler Haut kann auch Lichtschutzfaktor 20 ausreichen. Im Zweifelsfall sollte man allerdings immer zum höheren Faktor greifen. Am besten cremt man sich rund 30 Minuten vor dem Sonnenbad ein und erneuert den Schutz regelmässig.

Denn wiederholte Aktivitäten wie Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen können Ihre Schutzzeit reduzieren. Doch Achtung: Wiederholtes Eincremen erhält den Sonnenschutz aufrecht, kann die Schutzzeit jedoch nicht verlängern! Der Lichtschutzfaktor entspricht dem Faktor, um welchen die Zeit bis zum Auftreten einer Hautrötung verlängert werden kann.

Orientieren Sie sich also an folgender Formel: Eigenschutzzeit der Haut mal Lichtschutzfaktor gleich Sonnenexpositionszeit pro Tag. Die Eigenschutzzeit der Haut für mitteleuropäische Hauttypen liegt selten höher als 10 Minuten. Kinderhaut ist grundsätzlich noch viel empfindlicher gegenüber der UV-Strahlung, da die Eigenschutzmechanismen der Haut noch nicht ausgeprägt sind.