Brüchige Nägel

Splitternde und brüchige Nägel sowie Nägel mit Längsrillen sind oft ein Zeichen dafür, dass dem Körper die notwendigen Mineralstoffe, Vitamine sowie die optimale Feuchtigkeit fehlen.

Andere Ursachen können Erkrankungen oder häufiger Kontakt mit Wasser/Chemikalien sein. Damit die Nägel wieder zu ihrer gesunden und starken Form zurückfinden, hilft manchmal bereits eine ärztlich begleitete Ernährungsumstellung.

Eventuell kommt auch eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (zum Beispiel Biotinpräparate) infrage. Natürliche Hilfsmittel, um die Nagelfestigkeit zu verbessern, sind Mandelöl, Olivenöl und Handpackungen mit Heilerde.

Auch Nagelwachse mit Vitamin E, Nagelhärter-Lacke (ohne den schädlichen Inhaltsstoff Formaldehyd) sowie das regelmässige Auftragen einer Pflegecreme nach dem Duschen haben sich in der Nagelpflege bewährt. Wichtig für gesunde, feste Nägel ist es auch, sie mit einer Sandblattfeile zu kürzen und keinesfalls abzureissen oder abzubeissen.

 

Nagelpilz

Der Pilzbefall beginnt oft am vorderen Nagelrand. Zu den typischen Nagelpilz-Symptomen gehören glanzlose, stumpfe Nägel, weissliche bis gelb-braune Flecken an den Rändern und in der Nagelplatte, deutliche Verdickungen, brüchige Nägel oder einzelne Nagelschichten, die sich abspalten.

Die meisten Ansteckungen erfolgen in öffentlichen Bädern, Saunen und in Umkleidekabinen von Sportstätten, wo es feucht und warm ist und wo viele Menschen barfuss unterwegs sind. Nagelpilzerkrankungen (Onychomykose) müssen stets ärztlich diagnostiziert werden, da eine falsche Behandlung unter Umständen zu erheblichen (Geh-)Schmerzen und zuweilen bis zur kompletten Zerstörung der Nägel führen kann.

Bei Verdacht auf einen Nagelpilz kann der Arzt spezielle Nagellacke oder Salben mit pilztötenden Substanzen verschreiben. Sind lediglich die oberflächlichen Nagelschichten befallen, hilft die äusserliche Behandlung mit Tinkturen und Nagellacken mit Antimykotika. Bereits tief in den Nagel vorgedrungene Pilze müssen hingegen innerlich mit Tabletten oder Kapseln behandelt werden.


Haare

Ursache für sprödes, brüchiges Haar und Haarausfall können belastungsbedingte Strukturschäden und Wachstumsstörungen sein – etwa durch häufiges Färben, Bleichen, Glätten oder durch Medikamenteneinnahme. Auch Stress, Krankheiten wie zum Beispiel eine Schilddrüsenfunktionsstörung sowie Mangelernährung können sich dahinter verstecken.

Um dem Haar mehr Glanz zu verleihen, kann eine sanfte Haarpflege mit milden Produkten helfen. Auch das Spülen mit Bier sowie Honigkuren machen poröses Haar wieder geschmeidiger. Was unsere Haare gar nicht mögen, sind dünne Haargummis, starke Sonnenstrahlung, Hitze und Chemikalien. Liegt die Ursache des Haarproblems in einem Nährstoffmangel, sollte möglichst schnell eine Ernährungsumstellung erfolgen.

Das A und O von gesundem Haar ist die ausreichende Versorgung mit Biotin. Dieses ist zwar in verschiedenen Lebensmitteln wie etwa in Fisch, Eigelb, Haferflocken und Walnüssen enthalten. Bei einem Biotinmangel hilft jedoch nur die Einnahme von Biotin-Kapseln und -Tabletten.

 

Schuppen

In der Medizin unterscheidet man zwischen trockenen und fettigen Schuppen. Trockene (kleine) Schuppen entstehen bei ausgetrockneter und strapazierter Kopfhaut – zum Beispiel durch häufiges Haarewaschen, Föhnen und bei trockener Heizungsluft oder im Sommer durch hohe Temperaturen.

Fettige Schuppen hingegen treten oft wegen einer Funktionsstörung der Talgdrüsen in der Kopfhaut auf. Die von der Hautoberfläche abgelösten Hornhautzellen verbinden sich mit dem übermässig produzierten Talg, was zu den gelben, grösseren Kopfschuppen führt. Auch Pilze, Neurodermitis, Psoriasis oder Hormonschwankungen können Schuppenbildung auslösen.

Wer unter fettigen Schuppen leidet, kann es mit einem Anti-Schuppen-Shampoo versuchen. Es entfernt das überschüssige Fett und enthält Wirkstoffe gegen Pilze. Bei trockenen Schuppen sollte man jedoch auf die aggressiven, austrocknenden Shampoos verzichten und ein milderes Produkt anwenden. Sehr wirksam ist übrigens das Beträufeln der Kopfhaut mit etwas (Oliven-)Öl vor dem Schlafengehen.