«Auch bei Kindern, die wiederholt unter Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- oder Mandelentzündungen leiden, kann TCM gute Erfolge erzielen», sagt Dr. med. Ralph Manser. Dabei gibt er aber zu bedenken, dass in einem fortgeschrittenen, akuten Stadium eine Behandlung mit Antibiotika meist unumgänglich ist.

«Die Suche nach den Ursachen und Auslösern einer Krankheit ist in der chinesischen Medizin zentral», so Dr. Manser. Denn nur, wenn man den Auslöser der Krankheit gefunden hat, können die Beschwerden dauerhaft geheilt werden. In der chinesischen Medizin gehören die Ohren energetisch zu den Nieren.

«Wenn jemand Ohrenprobleme hat, hat er meistens auch behandlungsbedürftige Probleme mit den Nieren. Patienten mit energetisch schwachen Nieren leiden deshalb häufig unter Innenohrbeschwerden wie Tinnitus oder Schwerhörigkeit, können aber auch den sehr unangenehmen Schwindel bekommen», erklärt Ralph Manser.

Therapie mit chinesischer Medizin

Je nach Auslöser der Erkrankung wird eine individuelle Therapie zusammengestellt. Diese beinhaltet Akupunktur, Kräutertherapie sowie Massagen. «Bei Kindern wird Akupunktur erst ab einem Alter von sechs Jahren angewandt.

Bei ihnen werden meist Kräuter in angenehmer Tropfenform verabreicht», so der Facharzt. Wer zu Erkältungen neigt, kann mit Akupunktur und speziellen Kräutermischungen sein Immunsystem aktivieren und damit auch stärken.

«Zudem rate ich, in den kalten Wintermonaten viel warmen Tee zu trinken. Wenn die Schleimhäute gut befeuchtet sind, sind sie weniger empfänglich für Angriffe von aussen.» Ist dennoch eine Erkältung im Anmarsch, rät Dr. Manser, sofort viel Thymiantee zu trinken.  Denn dieser bewirke wahre Wunder bei Hals-Nasen-Ohren-Erkältungen.