«Mit dem erfolgreichen Zähneputzen ist es wie mit dem Klarvierspielen: Neben der richtigen Fingerstellung und dem Tempo gilt auch hier: Üben, üben und nochmals üben», erklärt der Hobbypianist und Zahnarzt PD Dr. med. dent. Christoph A. Ramseier, MAS.

Als Oberarzt an der Klinik für Parodontologie der Universität Bern kennt er aus seiner klinischen Arbeit die speziellen Varianten einer wirkungsvollen und dennoch schonenden Zahnreinigung, die im Laufe des Lebens immer wieder angepasst werden muss.

Individuelle Zahnreinigung bedeutet, ihre Zahnpflege muss im Laufe des Lebens immer wieder an die veränderten Vorrausetzungen angepasst werden.

Richtige Zahnpflege beginnt im Kindesalter und wird somit schon für die Kleinsten zur täglichen Pflichtübung. Für die nachhaltige Gesundheit der Zähne und des Mundraumes bleibt dies lebenslang unverzichtbar. Patienten werden daher von ihrem Zahnarzt immer wieder zur richtigen Zahnputztechnik um alle Zähne und in allen Zahnzwischenräumen angehalten.

Individuelle Zahnreinigung bedeutet, ihre Zahnpflege muss im Laufe des Lebens immer wieder an die veränderten Vorrausetzungen angepasst werden. «Schon das Kleinkind sollte zunächst spielerisch lernen, eine Handzahnbürste richtig zu nutzen», erklärt der Experte für Präventiv- und Kinderzahnmedizin PD Dr. med. dent. Klaus Neuhaus, Pianist und Oberarzt an der Universität Bern.

Sobald mit etwa sechs Jahren die ersten bleibenden Backenzähne durchbrechen, werden diese Zähne mit Schwenken der Bürste quer zum Zahnbogen gründlich gereinigt. Später, wenn dann die bleibenden Zähne komplett sind, wird mit der Handzahnbürste Zahn für Zahn in der richtigen Reihenfolge gereinigt.

Dabei ist auch die Stellung der Zahnbürste zu beachten, diese wird immer im 45-Grad-Winkel zum Zahnfleischrand angestellt, so werden auch die Eingänge zu den Zahnzwischenräumen ausreichend gereinigt. Die Zahnfläche wird dann beim Zahnfleischrand mit kleinen Auf-und-ab-Bewegungen vorsichtig gepflegt. Sollte später eine Zahnspange nötig werden, dann gelten wieder neue und zusätzliche Regeln.

«Wer das Zähneputzen üben möchte, kann einmal mit der linken Hand putzen (Linkshänder mit der rechten), um die Bewegungsabläufe bewusst auszuführen und Automatismen zu durchbrechen», so Neuhaus.

So bringt jede Veränderung im späteren Leben, seien es freiliegende Zahnhälse, eine Brücke sowie unterschiedliche Implantate, völlig veränderte Anforderungen an eine wirkungsvolle Zahnreinigung und Mundhygiene, welche für ihre gesunden Zähne entscheidend ist und vielen weiteren Erkrankungen vorbeugt.

Die hierfür optimale Beratung kann Ihnen in der entsprechenden Situation jedoch nur Ihr Zahnarzt bieten. Umso regelmässiger Sie daher eine Fachpraxis aufsuchen, desto grösser sind die Chancen auf lebenslang schöne und weisse Zähne.

Info

PD Dr. med. dent. Christoph A. Ramseier
MAS Oberarzt Klinik für Parodontologie Universität Bern

PD Dr. med. dent. Klaus Neuhaus
Oberarzt Klinik für Zahnerhaltung,
Präventiv- und Kinderzahnmedizin Universität Bern